Salzburger Management-Impulse

Inspiration im Management ……. und sie wirkt doch!

An die hundert Top Manager, Führungskräfte, Personalverantwortliche und Wissenschaftler trafen sich zu den zweiten „Salzburger Management-Impulsen“ am 15. Oktober 2010.

Das Thema „Spirit und Profit – Gegensätze, die sich anziehen?“ versprach mit der interessanten Referentenbesetzung, gerade in der aktuellen Wirtschaftssituation, ein spannendes Symposium. Dem Veranstalter Gerald Ziegler, Geschäftsführer der Unternehmensberatungsagentur impulswerkstatt in Salzburg, gelang ein guter Mix zwischen den verschiedensten theoretischen Ansätzen und Praktikern, zwischen Vortrag und Diskussion, zwischen Open Space und Zeit für Entspannung. Am Ende waren sich Vortragende und Teilnehmer einig, dass nachhaltiger Erfolg weit mehr ist, als ein rein betriebswirtschaftlicher Gewinn.

Die Teilnehmer, zahlreiche Top Manager, ua. der Eigentümer der Stiegl Brauerei – Dr. Heinrich Dieter Kiener, der Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken – DI. Burkhard van der Vorst, der Managing Director der Aareal Bank AG in Wiesbaden/D – Dipl.-Vw. Sven H. Korndörffer, der CEO der Schurter AG in Luzern/CH – Anton Lauber, Eigentümer der Peneder Holding in Atzbach – Franz Peneder, der Geschäftsführer der Fa. Sonnentor – Johannes Gutmann und viele mehr, gingen „reich“ nach Hause: mit neuen Erfahrungen, Ideen, beglückenden Begegnungen und Inspiration.

1. Salzburger Social Business Projekt
Die „Salzburger Management-Impulse“ verstehen sich als Plattform für innovative Manager, die Vorreiter für eine neue Wirtschaftswelt sind. Ein Social Business Projekt ist ein wirtschaftliches Konzept, das vom Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus entwickelt wurde. Die Zielsetzung ist, soziale, ökologische und gesellschaftliche Probleme zu lösen, bei dem die Investoren auf spekulative Gewinne verzichten. Unter anderem konnten 5 Studenten sowie einige Führungskräfte von SOS-Kinderdorf kostenlos am Symposium teilnehmen. Es gab nachhaltig produziertes biologisches Essen und der Veranstalter, die impulswerkstatt in Salzburg, spendete EUR 1.000,00 an die Kinderbrücke Salzburg und EUR 1.000,00 an die Kinderfestspiele Salzburg.

Verschiedene Zugänge
Am Beginn legte der Chemiker und Quantenphysiker Dr. Walter Medinger in seinem Referat über vorauseilende Bewusstseinsfelder ein Bekenntnis ab, dass zwischen Spiritualität und Wissenschaft nur unsere eigene Denkblockade liegt. Da es inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass wir durch unseren Geist Materie beeinflussen können, macht es durchaus Sinn, seine Kunden und Mitarbeiter zu lieben.

In ihrem mitreißenden Vortrag entdeckte die Dirigentin MMMag. Elisabeth Fuchs interessante Parallelen zum Management. Ein gutes Konzert ist es dann, wenn die Musiker mit dem Publikum zusammen wachsen und die Ideen des Komponisten in den musikalischen Nuancen erlebbar werden. Das Gleiche gilt auch für ein Wirtschaftsunternehmen: Mitarbeiter, Kunden und die Einzigartigkeit des Betriebes sollen eine Einheit bilden.

Dipl.-Vw. Sven H. Kondörffer, Managing Direktor der Aareal Bank AG in Wiesbaden/D, zeigte auf, wie wichtig Werte für den betriebswirtschaftlichen Erfolg sind. Seine Bank, spezialisiert auf Immobilien, steuerte erfolgreich durch die Bankenkrise und erreichte jedes Quartal schwarze Zahlen. Am Ende seines Vortrages stellte er eine faszinierende Idee in den Raum: Jeder Wirtschaftsstudent sollte einen Eid über das werteorientierte und nachhaltige Führen ablegen, ähnlich wie der Hippokratische Eid bei Ärzten.

Microsoft, eines der ertragreichsten Unternehmen, hat eine General Managerin in Österreich, Mag. Petra Jenner, deren Kredo die Menschlichkeit ist. Sie schilderte in ihrem Vortrag, wie es ihr gelingt, ihre Werte nach und nach im Unternehmen zu verankern. Sie betrachtet die Mitarbeiter vor allem als Menschen mit Wünschen, Bedürfnissen sowie Erwartungen und hinterfragt immer wieder, mit welcher Grundhaltung Führungskräfte diesen Menschen gegenüber stehen.

Gerald Ziegler, Veranstalter des Symposiums, zeigte in seinem interessanten Vortrag, dass Spiritualität im Unternehmen mehr Lebendigkeit, Innovation, Engagement und positive Energie bringt. Mit seinem Modell „Management by Inspiration®“ hat er ein praxisorientiertes Führungsmodell dazu entwickelt.

Der Philosoph Mag. Hannes Weinelt beleuchtete das Thema, aus Sicht der großen Philosophen. So zitierte er Platon: „Das System ist niemals der Schlüssel zum Erfolg, stets nur das Individuum. Das System kann nichts verändern, nur der einzelne Mensch im System“. Aber auch Sokrates lieferte ein gutes Beispiel: „Das höchste Gut muss stets das individuelle Glück sein“.

Die einzelnen Vorträge wurden von kaffeehausartigen Diskussionsrunden aufgelockert. Dazwischen gab es auch Angebote zur Gehmeditation und zu Entspannungsreisen, sowie eine Open Space und Open Mind Runde zum Abschluss. Die Teilnehmer gingen mit den unterschiedlichsten Gedanken nach Hause. Mag Christoph Wirl vom Magazin TRAINING formulierte es so: “Was für mich noch wichtiger als eine Menge Geld ist, zeigte sich ganz plötzlich. Und irgendwie fühle ich mich auf einmal sehr glücklich“.


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